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Drei ist einer zu viel...

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Man sollte meinen, dass es unmöglich ist, Seele, Geist und Körper zu vereinen, da ihre jeweiligen Bedürfnisse vielseitig sind.

Die Seele möchte sich erfahren und spüren. Dafür sammelt sie Erfahrungen, sowohl positive als auch negative. Sie zeigt dir durch Gefühle, wie es ihr geht.

Beim Geist steht das Erkennen im Vordergrund. Er hat den Überblick über alles. Er führt und beschützt dich auf deinem Weg, damit du nicht zu Schaden kommst. Dies vermittelt er mithilfe von Gedanken, die in dir aufkommen.
Falls die Seele Spannung erleben möchte, könnte dies mit einer Gefahr verbunden sein, die der Geist versucht, zu verhindern. So kommst du bereits aus dem Gleichgewicht.

Zu diesen beiden Seiten an dir gesellt sich deine dritte Seite – dein Körper. Er ist die Schutzhülle des Menschen und macht dich komplett. Durch ihn spürst du Gefühle und beschäftigen dich Gedanken. Alles wird greifbar.
Durch ihn lebst du!

Zum Körper gehört dein Verstand, der versucht, alles zu verstehen und dabei an Grenzen gelangt – manchmal so sehr, dass der Geist sich schwertut, den Menschen zu beflügeln, um neue Horizonte zu eröffnen.
Um den Körper zu schützen hat er eine eigene Stimme, dein Ego. Das Ego ist der Antrieb des Menschen, dein eigener Wille, der über allem steht. Es kennt keine Gefühle, kein richtig oder falsch. Diese Seite an dir möchte gesehen werden und braucht dafür eine Showbühne.

Ein ausgewogenes Verhältnis von Seele, Geist und Körper ist der Idealfall, um allen Bedürfnissen gerecht zu werden. Stell dir dafür einen Kuchen vor, der in drei gleich große Stücke geteilt ist. Bei den meisten Menschen sind die Stücke ungleichmässig verteilt. Je stärker eine Seite ausgeprägt ist, desto schwieriger ist es, in Einklang zu bleiben. Bedürfnisse sind grundlegend.

Am Beispiel Skipiste ist dies gut zu erkennen.
Da gibt es den körperbetonten Menschen, der wegen seiner gut sitzenden Frisur keinen Sturzhelm trägt. Der Skifahrer mit stark ausgeprägtem Geist fährt in voller Schutzkleidung, weil er nur die Gefahr sieht. Der Seelenmensch nimmt alle Schanzen, ohne auf die Gefahren zu achten, weil es so Spass macht.

An anderen ist es leichter, Ausprägungen festzustellen. Die Kunst ist es, diese bei sich selbst zu erkennen und bei Bedarf auszugleichen.

Eine Möglichkeit dafür ist, darauf zu achten, was du sagst. Jede der drei Seiten kommuniziert in einer eigenen Sprache. Die Stimme des Körpers möchte verhandeln, bei Bedarf auch mittels Kampf. Die Seele spricht liebevoll und gefühlsbetont mit dir, der Geist logisch erklärend.

Ich gebe dir ein Beispiel. Falls du gefragt wirst, ob du morgen zu einem Geburtstag mitgehst, kannst du auf drei verschieden Arten antworten:

Antwort des Körpers: Ich will.
Antwort der Seele: Ich habe Lust dazu.
Antwort des Geistes: Ich finde das gut.

Anhand dieser verschiedenen Antworten wird verständlich, wie vielseitig du bist.
Erst wenn sich alle an dir einig sind, wirst du gutgelaunt und ausgeglichen zum Geburtstag gehen. Falls das nicht gelingt, entsteht eine Disharmonie in dir.